Krafttraining und Drachenboot?!

Wer sich fortbewegen will braucht Kraft. Das weiß jeder, der ein Auto fährt. Ohne ordentliche Motorleistung kommt man schlecht vorwärts bzw. nur langsam voran.

Leicht vorzustellen, dass es einige Kraft braucht um ein 12,5m langes und 250kg schweres Drachenboot bewegen. Ein voll besetztes Boot wiegt gut zwei Tonnen. Die Paddler, der Schiffsmotor, beziehen ihre Stärke vorwiegend aus Rücken-, Schulter- und Armkraft. Die Umsetzung der Kraft auf das Wasser mit Hilfe eines Stechpaddels ist zudem noch relativ einseitig, wenn man nicht abwechselnd rechts oder links paddeln kann. Oft spezialisieren sich Sportler aber auf eine bestimmte Seite.

Um so wichtiger ist es, durch gezieltes Krafttraining den Körper ausgleichend zu entwickeln, und ihn für körperliche Hochleistung vorzubereiten. Zudem ist es sinnvoll, wenn z. Bsp. im Winter durch zugefrorene Gewässer das Paddeln draußen gar nicht möglich ist, sich weiterhin fit zu halten.

Ein stabiler Oberkörper bildet die Grundlage eines guten Paddlers. Dies verringert die Gefahr von Verletzungen und ermöglicht eine saubere Technik. Mit gezielten Rückentraining werden die Grundlagen geschaffen, das Boot schnell zu bewegen. Als Gegenspieler zum Rücken ist ein Aufbau von Brust- und Schultermuskulatur wichtig, sonst würde das Skelett zu einseitig gefördert werden. Na und einen Waschbrettbauch möchte ja eigentlich auch so ziemlich jeder haben...

Im Übrigen brauchen sich Frauen keine Sorgen zu machen, dass sie durch Training mit Gewichten gleich aussehen wie russische Hammerwerferinnen. Von Natur her haben „normal gebaute“ Frauen gar nicht die genetische Veranlagung, riesige Muskelberge anzuhäufen – auch nicht bei recht intensivem Training.

Ganz nebenbei sind Kraft- und Kreistraining ideale Partner um ein paar lästige Pfunde zu verlieren.